Archiv
02.05.2010, 21:09 Uhr
„Maserati-Affäre“: Die Arbeit der seriösen Träger darf nicht ins Zwielicht geraten!
In Berlin hat der Skandal um die „Treberhilfe“ eine Diskussion um die Kontrolle von sozialen Trägern ausgelöst.

Es ist gut und richtig, dass sich der Staat bei der Erfüllung von sozialen Aufgaben wie der Betreuung von Menschen in schwierigen Lebenslagen oder von Obdachlosen freier Träger bedient. Mitarbeiter mit einem umfangreichen Wissen und Erfahrungen engagieren sich bei den freien Trägern für die ihnen anvertrauten Menschen.
Aber die sozialenTräger haben eine besondere Verantwortung und Verpflichtung. Als gemeinnützige Einrichtungen haben sie die ihnen vom Staat anvertrauten Gelder im Sinne der Bedürftigen zu nutzen. Die Erzielung von Gewinnen zur Zahlung von hohen Geschäftsführungsgehältern und Luxusautos unter Ausnutzung von tatsächlichen oder vermeintlichen Gesetzeslücken gehört nicht dazu!

Stattdessen muss sichergestellt sein, dass die Träger qualifiziertes und nach Tariflöhnen bezahltes Personal beschäftigen. Wer seine Leistungen mit unterbezahlten Praktikanten, „Ein-Euro-Kräften“ oder angelernten Kräften erbring, diskreditiert auch die Mehrzahl der anständig arbeitenden freien Träger!
Gerade im Interesse der seriösen Träger muss schwarzen Schafen wie der Treberhilfe das Handwerk gelegt werden, auch wenn sie im politischen Raum gut „vernetzt“ sind. Dazu sind effektive Kontrollen durch die Zuwendungsgeber erforderlich. Bei zukünftigen Ausschreibungen ist verstärkt auf Transparenz und die Einhaltung von Sozialstandards zu achten.