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Presse
17.01.2009, 12:55 Uhr | MOZ / Kai-Uwe Krakau
Auf Kinderarbeit verzichten
Für Fairen Handel
Unter dem Motto "Global denken - lokal handeln" will sich die CDU/FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Werneuchen an der Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit beteiligen. Ein entsprechender Antrag soll in der Sitzung des Gremiums am 22. Januar diskutiert werden
Werneuchen (MOZ) Unter dem Motto "Global denken - lokal handeln" will sich die CDU/FDP-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Werneuchen an der Bekämpfung ausbeuterischer Kinderarbeit beteiligen. Ein entsprechender Antrag soll in der Sitzung des Gremiums am 22. Januar diskutiert werden. "Das Problem geht uns alle an", sagt Fraktionsvorsitzender Mathias Wiegand. Die Umsetzung der Ziele der Agenda 21 müsse lokal erfolgen. Dazu sollte sich auch die Stadt Werneuchen bekennen. "Wir wollen damit auch eine Signalwirkung für die Bürger erzielen", so Wiegand.

Die Stadt Werneuchen wirke darauf hin, so heißt es in der Vorlage, dass Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit in ihrem Verantwortungsbereich nicht mehr verwendet werden. Dazu könnten nach Angaben der CDU/FDP-Fraktion u.a. Spielwaren, Teppiche, Bekleidung, Natursteine und landwirtschaftliche Waren zählen. "Die Leistungsbeschreibungen bei Ausschreibungen sollen um die Kriterien der ausbeuterischen Kinderarbeit gemäß der Konvention 182 der internationalen Arbeitsorganisation ergänzt werden", so Wiegand. Bei Beschaffungen müsse auf entsprechende Zertifizierungen wie beispielsweise "Fairtrade" geachtet werden. Darüber hinaus solle die Kommune geeignete Maßnahmen ergreifen, um die auf den städtischen Friedhöfen tätigen Steinmetze ebenfalls zur Einhaltung der Konvention zu motivieren. "Wir wünschen uns einen Arbeitskreis mit den örtlichen Anbietern, der eine freiwillige Selbstverpflichtung für einen Verzicht auf Grabmale aus ausbeuterischer Kinderarbeit formuliert", so der Willmersdorfer Stadtverordnete. Die Natursteinmaterialien sollten zertifiziert sein.

Die CDU/FDP-Fraktion geht davon aus, dass diese Art des Protestes durchaus erfolgreich sein kann. "Die Verwendung der Produkte in Deutschland hat natürlich Einfluss auf die Herstellungsbedingungen in den Ländern", betont Wiegand. Er hofft zugleich, dass sich weitere Gemeinden und möglicherweise auch der Landkreis Barnim anschließen. Die Stadt Bernau hat bereits ähnliche Beschlüsse gefasst.

Nach Schätzungen der internationalen Kinderhilfsorganisation "terre des hommes" gehen weltweit bis zum 250 Millionen Kinder unter 14 Jahren einer regelmäßigen Arbeit nach.

Werneuchens Bürgermeister Burkhard Horn lässt nach eigenen Angaben die Beschlussvorlage der Fraktion durch die Kommunalaufsicht "auf Machbarkeit" prüfen.