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04.04.2017, 12:46 Uhr
Sterbegeld soll wieder Leistung der Krankenkassen werden
CDA Brandenburg beschließt Antrag für Bundestagung
Die CDA Brandenburg fordert die Bundesregierung dazu auf, dass das Sterbegeld wieder in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) aufgenommen wird.
Neuruppin - Seit dem Inkrafttreten des durch die damalige rot-grüne Bundesregierung verabschiedeten Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung zum 01.01.2004 erhalten Mitglieder der GKV kein Sterbegeld mehr. Die Streichung folgte ohne Übergangsregelung. Das Sterbegeld wurde komplett aus dem Leistungskatalog gestrichen.
Bis Ende des Jahres 2003 wurde das Sterbegeld für gesetzlich Krankenversicherte und Familienversicherte im Todesfall als Zuschuss zu den Bestattungskosten ausgezahlt. 

Die gesetzlichen Krankenkassen sind mit einem sehr guten Finanzpolster ins Jahr 2017 gegangen. Im Vorjahr erzielten sie einen Überschuss von rund 1,38 Milliarden Euro. Damit stiegen ihre Finanzreserven nach vorläufigen Zahlen auf mehr als 15,9 Milliarden Euro. Dies teilte das Gesundheitsministerium am 06.03.2017 in Berlin offiziell mit. Ende 2016 betrug demnach die Gesamtreserve von Krankenkassen und Gesundheitsfonds zusammen 25 Milliarden Euro.

„Der Tod eines Angehörigen ist ein einschneidendes Ereignis für die Hinterbliebenen“, sagt die CDA Landesvorsitzende Anja Schmollack, „das Trauern kann niemandem abgenommen werden, aber es ist eine gesellschaftliche Verantwortung, betroffene Menschen und Familien mit den Folgen des Todes nicht alleine zu lassen.“
 
Die CDA Brandenburg wird deshalb auf der Bundestagung am 21. und 22. Mai 2017 einen entsprechenden Antrag zur Wiederaufnahme des Sterbegeldes in den Leistungskatalog der GKV einbringen.